In den letzten Jahren und vor allem im Jahr 2019 hat sich eine Debatte über die Notwendigkeit verstärkt, dass die Staaten der Europäischen Union dem Erwerb so genannter strategischer Unternehmen durch Nicht-EU-Unternehmen, insbesondere chinesische Unternehmen, Grenzen setzen oder Kontrollformeln festlegen müssen, wobei Fälle, in denen diese Unternehmen erhebliche öffentliche Relevanz erlangt haben, wie z.B. die Übernahme des deutschen Robotikunternehmens Kuka, von erheblicher öffentlicher Bedeutung sind.

Die EU-Verordnung 2019/452 für die Kontrolle ausländischer Investitionen legte eine Reihe von Regeln fest, um die Kontrolle von Nicht-EU-Investitionen in bestimmten Sektoren zu ermöglichen. Darüber hinaus wies die Kommission anlässlich der Covid-19-Pandemie in einer Mitteilung vom 13. März 2020 darauf hin, dass die Mitgliedstaaten wachsam sein und die Instrumente einsetzen sollten, um zu verhindern, dass die Krise zu einem Verlust wesentlicher Vermögenswerte und Technologien führt. Und am 26. April 2020 gab die Europäische Kommission Leitlinien für die Mitgliedstaaten zum Schutz der strategischen Vermögenswerte Europas heraus und forderte sie auf, ihre Mechanismen zur Kontrolle ausländischer Direktinvestitionen voll auszuschöpfen. Der Grund für die Einführung von Leitlinien ist die Befürchtung, dass Unternehmen in wichtigen Sektoren unter die Kontrolle von Unternehmen und Drittländern geraten und dass es in Europa zu einem technologischen Desertifikationseffekt kommt. Dabei ist zu bedenken, dass nicht immer das monetäre Volumen der Operationen für die Leistungskontrolle der Investitionen am relevantesten ist, sondern dass der Erwerbsgegenstand von großer Bedeutung ist, d.h. es ist üblich, dass sich Technologie oder betriebswirtschaftliches und industrielles Know-how in den Händen kleiner oder mittlerer Unternehmen befindet, deren Erwerb zwar einen bescheidenen Geldbetrag darstellt, die aber über ein großes Wachstumspotential und bedeutendes technologisches Know-how verfügen.

In Spanien billigte das Königliche Gesetzesdekret 8/2020 vom 18. März 2020 Bestimmungen zur Aussetzung der zuvor bestehenden liberalisierten Regelung für ausländische Investitionen (einfache Mitteilung außer in Ausnahmefällen), um ein Kontrollsystem der vorherigen Kontrolle ausländischer Direktinvestitionen einzuführen. Das Reglement wurde leicht modifiziert und trat in seiner endgültigen Fassung am 2. April 2020 in Kraft. Die wichtigsten Aspekte werden im Folgenden zusammengefasst: